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Presse-News

Sylt

Zu viele ungenehmigte Ferienwohnungen auf Sylt– der Kreis zieht die Zügel an. „Denn so kann es nicht weitergehen.“

Pressemitteilung zum Gespräch mit Burkhard Jansen, Leiter des Fachbereiches Kreisentwicklung, Bauen, Umwelt und Kultur zum Thema Beherbergungskonzept.

  2023 02 17 PM Jansen – final(1)

Natürlich Sylt 27.08.22

 

Amrum

Offener Brief der bila

Föhr

Offener Brief von Merret Föhr

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Offener Brief an den Tourismus-Chef der Insel Föhr, Jochen Gemeinhardt
Sehr geehrter Herr Gemeinhardt,
vor etwa 100 Jahren konnten Menschen aus exotischen Ländern und ihr
seltsames Tun noch in Zoos angestarrt und bestaunt werden.
Heute ist so etwas undenkbar – oder doch nicht?
Liest man die jüngsten Pressemitteilungen der FTG, kann man schon das
Gefühl bekommen, dass die Exoten, deren seltsames Tun bestaunt werden
kann, heute wir sind, die Menschen, die auf Föhr leben und für die die
Insel Heimat ist.
Heimat, nicht das „Produkt Destination Föhr“, wie am 30. November im
Insel-Boten zu lesen war.
Im selben Text schwadroniert FTG-Sprecherin Anna Preißler von den
Gästen und „ihrer Nordseeinsel Föhr“. In den Augen der FTG ist Föhr also
offenbar kein Ort, an dem Menschen leben, arbeiten und ihre Wurzeln
haben, sondern eine Destination, die denen gehört, die ein paar Tage oder
Wochen im Jahr hier Urlaub machen.
Und dann die drolligen Insulaner bestaunen, die (Insel-Bote vom 12.12.)
als „Bewohner der urigen Friesenkaten“ in ihren alten Häusern sitzen und
auf Kenkner warten. Oder auf Touristen und Teilzeit-Föhrer, um sich von
jenen in ihrer Eigenart bestaunen zu lassen.
Wer weiß, vielleicht spucken die Friesen sogar ein paar Brocken ihrer
urigen Sprache aus, wenn man ihnen „ein „Fröölek nei juar“ wünscht“.
Oder, wie es richtig heißen müsste, „Fröölig neijuar“ – aber wenn die FTG
die Sprache der Föhrer zu Marketingzwecken missbraucht, kommt es auf
die Rechtschreibung nicht an. Bis auf die paar Friesen, die im großen
Freilichtmuseum Föhr ausgestellt werden, merkt das sowieso kein
Schwein.
Im Konzept „Horizonte 2030“ der FTG geht es mit vielen klugen Ansätzen
darum, „eine Balance zwischen den Bedürfnissen des Lebensraums Föhr
und des Urlaubsorts Föhr herzustellen“. Doch offenbar ist dieses Papier
längst ganz weit hinten in einer Schublade verschwunden.
Es ist ja auch viel einfacher, die Insel weiter so zu vermarkten, wie bisher,
uns auszustellen, wie Hagenbeck einst die Menschen aus fernen Ländern.
Dann braucht sich allerdings niemand zu wundern, wenn die Tourismus-
Akzeptanz der Insulaner immer weiter schwindet.
Im Namen der Bürgerinitiative „Merret reicht’s“:
Christel Leipersberger-Nielse

St.Peter-Ording

Büsum

HH Abendblatt 26.08.22

Küste

Dann nix wie her damit, damit wir sie hier ergänzen können, gerne auch mit Fotos!